St. Pantaleon, Am Pantaleonsberg, 50676 Köln - Altstadt-Süd (1664)

Kirchen in Köln -ohne Dom- vor 1900 : St. Pantaleon

Am Pantaleonsberg (50676 Altstadt-Süd)

Der Weg "Am Pantaleonsberg" verbindet die Straße "Am Weidenbach" mit der Waisenhausgasse und zeichnet sich durch die Besonderheit einer umgekehrten Nummerierung aus. Sein Name erinnert daran, dass das Gelände des Klosters St. Pantaleon auf einer Anhöhe lag. Zur Geschichte von St. Pantaleon sei auf die entsprechende Bildsammlung verwiesen.


Stiche aus einer Graphiksammlung über Köln bis 1900. Zur Verfügung gestellt von Harald Gerhards. Um 960 wird auf einem Hügel vor der Stadt von Erzbischof Bruno ( Bruder Kaiser Ottos des Großen ) eine Benediktinerabtei gegründet. Sie erhält den Namen des Heiligen, dem schon die bestehende Kirche geweiht ist, St. Pantaleon. 964 wird dann mit dem Bau einer neuen Kirche begonnen, die im Jahre 980 fertiggestellt ist. Der große Grundbesitz um die Kirche bietet Platz für Häuser, Hausplätze und Weingärten. Der ländlich geprägte Bereich, auch " villa" genannt, bietet Platz und Wohnraum für Mönche, Landarbeiter und Handwerksberufe. Berühmtheit erhält die Goldschmiedewerkstatt. Die Bewohner der "villa" wurden durch Erzbischof Arnold II 1154 bis zur Stadterweiterung und Einbezug in die Stadtmauer von allen Abgaben befreit. 1757 stürzt der südliche Winkelturm ein. Auf dem Turm von St. P. wird 1832 ein optischer Telegraph eingerichtet. Mittels Sichtverbindung konnte erstmals eine Nachricht von Koblenz nach Berlin übermittelt werden. Die Kirche enthält die Grabstätten von Erzbischof Bruno und der Kaiserin Theophanu. Federzeichnung von J. Finkenbaum 1664/1665

Weitere Fotos aus dem Album "Kirchen in Köln -ohne Dom- vor 1900"