Maria in der Kupfergasse, Kupfergasse, 50667 Köln - Altstadt-Nord (2015)

Kirchen in Köln -ohne Dom- vor 1900 : Maria in der Kupfergasse

Kupfergasse (50667 Altstadt-Nord)


Stiche aus einer Graphiksammlung über Köln bis 1900. Zur Verfügung gestellt von Harald Gerhards. 1630 , zur Zeit des 30jährigen Krieges, kam die Priorin Anna a Jesu mit 5 Karmeliterinnen nach Köln. Kaiser Ferdinand II gewährte ihnen Zuflucht im einem Hause auf dem Domhof. Nachdem die Zahl der Schwestern auf über 20 gestiegen war, ermöglichte die Kölnerin Anna aus dem Hause derer von Binsfeld den Neuenahrer Hof an der Ecke Schwalben- Langgasse, welcher aber wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste. Mit Hilfe der Stände und der Stadt wurde das Kloster gebaut und 1668 vollendet. Das Gebäude umschließt im Inneren die zwischen 1673 und 1675 errichtete Laurentinische oder Loretokapelle. Die kleine Kapelle „ Maria Geburt“ auf dem Klostergelände wurde am 8. September 1675 konsekriert und erhielt ein aus Lindenholz geschnitzte Figur der Muttergottes.( Schwarze Muttergottes) Das Gnadenbild stammt aus dem Besitz von sechs Karmelitinnen, die sich 1635 im Neuenahrer Hof an der Kupfergasse ansiedelten und das Celitinnen-Kloster erbauten. Sie sind es auch, die im Jahre 1675 eine Gnadenkapelle errichten lassen. Die Kapelle wurde schnell zu einem bekannten Wallfahrtsort. Ständig steigende Pilgerscharen erforderten einen größeren Bau. So entschloss man sich, auch 1705 zum Bau einer Kirche. . Das barocke Kirchengebäude St Maria in der Kupfergasse wurde nach zehnjähriger Bauzeit am 8. September 1715 konsekriert . Am 8 September 1715 wurde dann die neue, zu Ehren des heiligen Josef errichtete Klosterkirche feierlich durch den Kölner Kurfürsten und Erzbischof Joseph Clemens eingeweiht. Die Gräfin von Limburg Stirum-Ochsenstierma stiftete die Orgelbühne und die Orgel. 1798 wurde das Kloster durch die französischen Besatzer aufgehoben. Das Gebäude ging in den Besitz der Stadt über. Aus dem Kloster wurden Pfarrwohnungen und Heim einer Volksschule .Am 4. September 1828 zogen die noch vorhandenen Schwestern nach längerer Verhandlung mit der Stadt in das Haus in der Kupfergasse. Die Klosterkirche überstand die Zeit und wurde 1802 zur Pfarrkirche erhoben. Am Dienstag, den 4. September 1828 wurden die 100 Jahre der Zellilinnen in der Kupfergasse gefeiert. Quellen: diverse Literatur über Köln Stadtanzeiger 31.8.1928 Lithographie aus Rundblatt von Köln Blatt V Thoms Cranz/J.P.Weyer von C.Böhm

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