Luftbild von Dom, Hbf und Hohenzollernbrücke, Domkloster, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1921)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Album: Hauptbahnhof

Hauptbahnhof : Luftbild von Dom, Hbf und Hohenzollernbrücke

Domkloster (50667 Altstadt-Nord)

Das Domkloster verbindet den Wallrafplatz und den Roncalliplatz. Namensgebend ist der erzbischöfliche Hof, eine mittelalterliche, klosterähnliche Anlage, die hier einst zu finden war. Die berühmteste Adresse Kölns ist "Domkloster 4": Der Kölner Dom.


Diese AK müsste aus dem Anfang der 20er Jahre stammen. In Deutz, nördlich der Brücke fehlen noch die Bauten der Messe, die dann für die Pressa 1928 fertiggestellt wurden. Vor dem Bahnhof erkennt man eine kleine Schmuckgrünanlage und neben der Nordseite des Doms stehen noch die Reste des alten Deichmannhauses in der alten Fluchtlinie, während das Excelsior Hotel schon zurückgesetzt auf der neuen Fluchtlinie steht. Eine Maßnahme, die den Dom auch auf der nördlichen Seite freilegen sollte. Südlich der Eisenbahn erkennt man die breite Rampe, die auf den Straßenteil der Hohenzollernbrücke führt.

Weitere Fotos aus dem Album "Hauptbahnhof"


Mit der Fertigstellung Bau der Rheinbrücke im Jahre 1859 stellte sich für die in Köln tätigen Eisenbahngesellschaften auch die Frage nach einem gemeinsamen Bahnhof. Bis dahin befanden sich die Endbahnhöfe der Gesellschaften an verschiedenen Stellen der Stadt. (z.B. Richtung Bonn in der Nähe von St. Pantaleon; Richtung Neuss, Krefeld am Rheinufer; Richtung Düsseldorf in Deutz). Der neue Bahnhof sollte zentral, möglichst in der Nähe des Rheins entstehen. Das einzig freie größere Gelände innerhalb der Umwallung war der botanische Garten nördlich des Doms.

Auf diesem Gelände entstand der neue" Centralbahnhof", Vorläufer des heutigen Hauptbahnhofs. Die Gleise dieses Bahnhofs lagen wie alle Gleisanlagen in der Stadt auf Straßenhöhe. Sie führten nach Osten über die neue Rheinbrücke und nach Nordwesten aus der Stadt hinaus. Ab Anfang der 80er Jahre des 19. Jhdts. wurde nach Verstaatlichung der bis dahin privaten Eisenbahngesellschaften und der enormen Zunahme des Verkehrs der Bau eines größeren Bahnhofs notwendig. Obwohl es bereits damals Bestrebungen gab, den Bahnhof aus der engen Situation neben dem Dom herauszulösen, entschied der Rat der Stadt Köln am 9. Januar 1883, den neuen Bahnhof nicht an anderer Stelle zu bauen. Gleichzeitig mit dem Bau des neuen Bahnhofs sollten die Gleisanlagen in der Stadt höhergelegt und auf Dämmen bzw. gemauerten Viadukten durch die Stadt geführt werden. Der neue Bahnhof erhielt ein Empfangsgebäude im Stil der Neo-Renaissance mit einer großen Empfangshalle und einem großen Uhrenturm, der unter anderem Räume "für Allerhöchste Herrschaften" enthielt.

Die große Bahnsteighalle mit einer Länge von 255 m und einer Breite von 64 m war im Scheitel 24 m hoch. In der Halle befand sich ein sog. Inselgebäude als Wartebereich für die verschiedenen Klassen. Der Verkehr wurde über Kopfbahnsteige westlich und östlich dieses Gebäudes abgewickelt. Durchgangsgleise befanden sich in den nördlichen und südlichen Seiteschiffen der großen Halle. Zu bedenken ist, dass der gesamte den Rhein überquerende Güterverkehr auch durch die Halle geführt wurde und dies bis zur Fertigstellung der Südbrücke sogar bis in das Jahr 1911.

1894 wurde der neue Bahnhof seiner Bestimmung übergeben. Schon wenige Jahre später musste, bedingt durch den enorm ansteigenden Verkehr, erneut umgebaut werden. Die Kopfgleise wurden zu Durchgangsgleisen umgebaut, das Inselgebäude musste daher entfernt werden. Eine neue Gaststätten-Anlage entstand neben dem Uhrenturm (der heutige "Alte Wartesaal) und die bisherigen Erdkerne unter den Gleisanlagen wurden durch große Hallen für Expressgut- und Gepäckhallen ersetzt. (Heute die Galerie mit Geschäften und Gastronomie.)

Nochmals in den 20er Jahren des 20. Jhdts. und nach dem zweiten Weltkrieg gab es Bestrebungen den Hauptbahnhof aus der engen Innenstadtlage herauszunehmen und an anderer Stelle neu zu errichten. (So war z.B. das Gebiet am Aachener Weiher im Gespräch.) Sogar eine Verlegung der Brücke weiter nach Norden war im Gespräch. Letztlich blieb der Bahnhof aber da wo er von Anfang an war, neben dem Dom. Nach den Zerstörung des Krieges und nach einem Wandel in der Rezeption der eklektizistischen Bauten des ausgehenden 19. Jhdts. entschloss man sich, das alte Empfangsgebäude durch einen Neubau zu ersetzen. Dies geschah in den 50er Jahren des 20. Jhdts. Die große Bahnsteighalle wurde jedoch in ihren Grundzügen erhalten und dient nach mehreren Umbauten und Renovierungen noch heute auf mittlerweile 11 Geleisen dem umfangreichen Verkehr von Fernzügen, Nahverkehr und S-Bahn.