Linksrheinische Rampe der alten Rheinbrücke, Frankenplatz, 50667 Köln - Altstadt-Nord (1887)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Album: Hauptbahnhof

Hauptbahnhof : Linksrheinische Rampe der alten Rheinbrücke

Frankenplatz (50667 Altstadt-Nord)

Der Frankenplatz verbindet "Am Domhof" mit dem Heinrich-Böll-Platz und ist 1075m² groß. Er liegt zwischen den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Kölns: Dem Kölner Dom, der Hohenzollernbrücke, dem Museum Ludwig und Groß Sankt Martin.

Namensgebend ist ein westgermanischer Stammesverband, zu dem die Salier gehörten, die im 5. Jahrhundert das Frankenreich gründeten. Um das Jahr 455 eroberten die Franken das zuvor römische Köln. Bis zum Anfang des 6. Jahrhunderts war es Hauptort eines selbständigen fränkischen Teilkönigreiches.

Die romanische Bevölkerung lebte lange Zeit parallel zu den fränkischen Eroberern in der Stadt. Im Laufe des 6. bis 8. Jahrhunderts kam es zur vollständigen Akkulturation zwischen den beiden Bevölkerungsteilen. Die Franken übernahmen rasch kulturelle Errungenschaften der römischen Stadtbevölkerung, zum Beispiel im Bereich der Bautechnik oder der Glasherstellung. Spätestens unter den Karolingern war der Bischof bzw. Erzbischof von Köln eine der bedeutendsten Personen im gesamten Reich.

 


Sowohl der Straßenverkehr als auch die Eisenbahn mussten steile Rampen überwinden, um auf die Brücke zu gelangen. Bis zum Bau des neuen Hauptbahnhofs(Eröffnung 1894) lagen die Bahnanlagen in Köln zu ebener Erde. Erst dann wurden sie auf Dämmen bzw. gemauerten Bögen auf das heutige Niveau gebracht. Für die damaligen Lokomotiven war die Überwindung der Rampe nach dem Anfahren im Bahnhof eine schwierige Aufgabe. Beachtenswert ist, dass vor der Brücke Tore angebracht waren, um das Bauwerk zu verschließen.

Weitere Fotos aus dem Album "Hauptbahnhof"


Mit der Fertigstellung Bau der Rheinbrücke im Jahre 1859 stellte sich für die in Köln tätigen Eisenbahngesellschaften auch die Frage nach einem gemeinsamen Bahnhof. Bis dahin befanden sich die Endbahnhöfe der Gesellschaften an verschiedenen Stellen der Stadt. (z.B. Richtung Bonn in der Nähe von St. Pantaleon; Richtung Neuss, Krefeld am Rheinufer; Richtung Düsseldorf in Deutz). Der neue Bahnhof sollte zentral, möglichst in der Nähe des Rheins entstehen. Das einzig freie größere Gelände innerhalb der Umwallung war der botanische Garten nördlich des Doms.

Auf diesem Gelände entstand der neue" Centralbahnhof", Vorläufer des heutigen Hauptbahnhofs. Die Gleise dieses Bahnhofs lagen wie alle Gleisanlagen in der Stadt auf Straßenhöhe. Sie führten nach Osten über die neue Rheinbrücke und nach Nordwesten aus der Stadt hinaus. Ab Anfang der 80er Jahre des 19. Jhdts. wurde nach Verstaatlichung der bis dahin privaten Eisenbahngesellschaften und der enormen Zunahme des Verkehrs der Bau eines größeren Bahnhofs notwendig. Obwohl es bereits damals Bestrebungen gab, den Bahnhof aus der engen Situation neben dem Dom herauszulösen, entschied der Rat der Stadt Köln am 9. Januar 1883, den neuen Bahnhof nicht an anderer Stelle zu bauen. Gleichzeitig mit dem Bau des neuen Bahnhofs sollten die Gleisanlagen in der Stadt höhergelegt und auf Dämmen bzw. gemauerten Viadukten durch die Stadt geführt werden. Der neue Bahnhof erhielt ein Empfangsgebäude im Stil der Neo-Renaissance mit einer großen Empfangshalle und einem großen Uhrenturm, der unter anderem Räume "für Allerhöchste Herrschaften" enthielt.

Die große Bahnsteighalle mit einer Länge von 255 m und einer Breite von 64 m war im Scheitel 24 m hoch. In der Halle befand sich ein sog. Inselgebäude als Wartebereich für die verschiedenen Klassen. Der Verkehr wurde über Kopfbahnsteige westlich und östlich dieses Gebäudes abgewickelt. Durchgangsgleise befanden sich in den nördlichen und südlichen Seiteschiffen der großen Halle. Zu bedenken ist, dass der gesamte den Rhein überquerende Güterverkehr auch durch die Halle geführt wurde und dies bis zur Fertigstellung der Südbrücke sogar bis in das Jahr 1911.

1894 wurde der neue Bahnhof seiner Bestimmung übergeben. Schon wenige Jahre später musste, bedingt durch den enorm ansteigenden Verkehr, erneut umgebaut werden. Die Kopfgleise wurden zu Durchgangsgleisen umgebaut, das Inselgebäude musste daher entfernt werden. Eine neue Gaststätten-Anlage entstand neben dem Uhrenturm (der heutige "Alte Wartesaal) und die bisherigen Erdkerne unter den Gleisanlagen wurden durch große Hallen für Expressgut- und Gepäckhallen ersetzt. (Heute die Galerie mit Geschäften und Gastronomie.)

Nochmals in den 20er Jahren des 20. Jhdts. und nach dem zweiten Weltkrieg gab es Bestrebungen den Hauptbahnhof aus der engen Innenstadtlage herauszunehmen und an anderer Stelle neu zu errichten. (So war z.B. das Gebiet am Aachener Weiher im Gespräch.) Sogar eine Verlegung der Brücke weiter nach Norden war im Gespräch. Letztlich blieb der Bahnhof aber da wo er von Anfang an war, neben dem Dom. Nach den Zerstörung des Krieges und nach einem Wandel in der Rezeption der eklektizistischen Bauten des ausgehenden 19. Jhdts. entschloss man sich, das alte Empfangsgebäude durch einen Neubau zu ersetzen. Dies geschah in den 50er Jahren des 20. Jhdts. Die große Bahnsteighalle wurde jedoch in ihren Grundzügen erhalten und dient nach mehreren Umbauten und Renovierungen noch heute auf mittlerweile 11 Geleisen dem umfangreichen Verkehr von Fernzügen, Nahverkehr und S-Bahn.