Blick vom Messeturm auf die Hohenzollernbrücke, Kennedy-Ufer, 50679 Köln - Deutz (1948)

1948 Bau und Wiedereröffnung der Hohenzollernbrücke : Blick vom Messeturm auf die Hohenzollernbrücke

Kennedy-Ufer (50679 Deutz)


Das Mittelteil wird eingesetzt.

Weitere Fotos aus dem Album "1948 Bau und Wiedereröffnung der Hohenzollernbrücke"


Die Hohenzollernbrücke wurde am 6. März 1945 durch die deutsche Wehrmacht gesprengt, um die amerikanischen Truppen am Vorrücken über den Rhein zu hindern. Die Brückenbögen an den Ufern wurden dabei nur gering beschädigt. Man hob zunächst auf Deutzer und  Kölner Seite einen der Bögen an und lagerte sie auf provisorischen Pfeilern im Rhein. Die Lücke überbrückte man mit einer Brücke aus Stahlfertigteilen, sog. SKR-Gerät (Schaper-Krupp-Reichsbahn) So konnte die Brücke schon 1948 wieder für den Eisenbahnverkehr freigegeben werden, zunächst mit nur 2 Gleisen und Gehwegen links und rechts.

Walter Dick hat die Feierlichkeiten am 8. Mai 1948 fotografiert und gibt uns heute einen Eindruck vom damaligen Geschehen. Die Bilder zeigen die Würdenträger der Stadt, feierliche Reden sowie den ersten Zug, der die neue Brücke überquert. Für Eisenbahnfreunde sicher ein besonderes Highlight.

In einem nächsten Schritt wurden bis 1952 die beiden restlichen uferseitigen Bögen angehoben, die Strompfeiler erneuert und schließlich die provisorische Überbrückung des Stroms durch einen Bogen in ursprünglicher Form ersetzt. Der letzte Bauabschnitt erfolgte zwischen 1985 und 1990, diesmal als Neubau, mit der Errichtung der dritten Brücke an der Nordseite des Bauwerks.

Die Hohenzollernbrücke besteht somit wieder aus drei Bogenreihen, so wie vor der Zerstörung. Allerdings ist der südliche Straßenteil nicht wieder aufgebaut worden und über die dritte Bogenreihe führen die Gleise der S-Bahn.